Bild: Bauarbeiten zum Hochwasserschutz Hermannsdorf-Ainbrach starten

Bauarbeiten zum Hochwasserschutz Hermannsdorf-Ainbrach starten

Die Arbeiten zum Hochwasserschutz Hermannsdorf-Ainbrach starten. Beginnend am östlichen Ortsrand von Hermannsdorf wird der bestehende Hochwasserschutzdeich auf die künftige Schutzhöhe hin aufgehöht und landseitig verbreitert. Die direkt am Deich verlaufenden Straßen werden dabei zur Landseite hin verlegt. Im Ortsbereich von Ainbrach erfolgt die Erhöhung des bestehenden Deiches wegen der beengten Verhältnisse überwiegend durch das Aufsetzen einer Stahlbetonmauer. Die Oberkante der künftigen Deiche und Mauern liegt auf der Höhe eines 100-jährlichen Hochwassers mit einem Meter Freibord.

Die Deiche werden mit einer Innendichtung aus Stahlspund- bzw. Erdbetonwänden versehen. Im Zuge der Maßnahmen wird auch das Schöpfwerk Ainbrach abgebrochen und durch ein neues leistungsfähigeres Schöpfwerk an gleicher Stelle ersetzt. Während der Bauzeit wird ein Provisorium die Binnenentwässerung bis zur Inbetriebnahme des neuen Schöpfwerkes sicherstellen. Das neue Schöpfwerk Ainbrach wird mit zwei Pumpen ausgerüstet, die bis zu 3.400 Liter pro Sekunde fördern können. Die Maßnahmen werden auch von umfangreichen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen begleitet.

Die Maßnahme „Hochwasserschutz Hermannsdorf – Ainbrach“ schließt an das ausgebaute Hochwasserschutzsystem am östlichen Ortsrand von Hermannsdorf an und stellt einen weiteren wichtigen Baustein für den Schutz des Polders Sand – Entau dar. Der Hochwasserschutz wird als Ganzes jedoch erst wirksam, wenn die übrigen Deichabschnitte im Polder ebenfalls ausgebaut sind. Für diese Maßnahmen wurde das Genehmigungsverfahren  im Herbst 2014 eingeleitet.

Bauherren für den Hochwasserschutz Hermannsdorf – Ainbrach sind die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern, gemeinsam vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf. Die veranschlagten Kosten für die Gesamtmaßnahme betragen ca. 7,1 Mio. Euro brutto. Die Gemeinde Aiterhofen ist an den Baukosten beteiligt. Planung und Abwicklung der Baumaßnahme, einschließlich Grunderwerb, Bauüberwachung und Abrechnung erfolgen durch die RMD Wasserstraßen GmbH. Die Bauzeit ist bis 2017 veranschlagt.

Im Verlauf der Bauarbeiten ist leider auch eine länger andauernde Vollsperrung der Kreisstraße SR 12 sowie der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hermannsdorf und Ainbrach unerlässlich. Die genauen Zeiträume werden rechtzeitig bekannt gegeben. Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf und die RMD Wasserstraßen GmbH bitten dafür um Verständnis.

Hier gehts direkt zum Plan der Hochwasserschutzmaßnahme

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