Bild: Kartierung der kleinen Flussmuschel mit Tauchern

Kartierung der kleinen Flussmuschel mit Taucherunterstützung

Im Vorfeld des Donauausbaus haben in den letzten Wochen im Flussbett der Donau zwischen Straubing und Deggendorf umfassende Kartierungen der kleinen Flussmuschel stattgefunden. Dabei wurden tageweise auch Taucher eingesetzt, die an mehreren Stellen den Donaugrund abgesucht haben.

Die kleine Flussmuschel gehört zu den heimischen Tierarten. Sie ist vom Aussterben bedroht und steht daher unter Naturschutz. Die Kartierungen haben in Bereichen stattgefunden, wo durch den Ausbau der Wasserstraße Flächen in der Donau beeinträchtigt und überbaut werden. So wird beispielsweise im Bereich von Mettenufer als Verlängerung der Mettener Insel ein neues Parallelwerk gebaut.

Bei den Kartierungen konnten keine lebenden Tiere gefunden werden, so dass dementsprechend für diese Spezies im Zuge der Bauarbeiten keine weiteren Maßnahmen zu treffen sind. Die Kartierungen fanden im Auftrag der RMD Wasserstraßen GmbH statt und wurden von einem Fachbüro durchgeführt. Die Arbeiten wurden dazu im Vorfeld mit den zuständigen Behörden abgestimmt.

Auch im Vorgriff des Neubaus des Schöpfwerks Alte Kinsach im Polder Parkstetten-Reibersdorf wurde ein dortiger Graben hinsichtlich der kleinen Flussmuschel kartiert, wobei ebenfalls keine lebenden Tiere angetroffen wurden.

Bauherren für den Ausbau der Bundeswasserstraße Donau und der Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Donau zwischen Straubing und Vilshofen sind die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern. Beide werden durch die RMD Wasserstraßen GmbH vertreten.

Das beigefügte Bild zeigt einen Überblick, über die in der Donau in Niederbayern vorkommenden Muschelarten. Die kleine Flussmuschel und die Malermuschel gehören zu den einheimischen Muschelarten. Die Dreikantmuschel und die Körbchenmuschel gehören zu den eingewanderten Muschelarten.

Übersicht über die in der Donau vorkommenden Muscheln

Bild: Kartierung der kleinen Flussmuschel mit Tauchern