Bild: Ausbau Binnenentwässerung

Ausbau Binnenentwässerung

Durch den Bau von Hochwasserdeichen werden in die Donau mündende Nebengewässer gekreuzt. Teilweise können die Donaudeiche an diesen Gewässern weitergeführt werden, bis sich aufgrund des ansteigenden Gefälles der Donaurückstau nicht mehr auswirkt (sog. Rücklaufdeiche). Oftmals, gerade bei kleineren Gewässern, werden diese durch eine absperrbare Verrohrung (Siel) durch den Deich geführt, sodass bei niedrigen Wasserständen in der Donau diese Nebengewässer frei in die Donau fließen können (sog. Freivorflut). Bei hohem Wasserstand würde die Donau über diese Siele in das geschützte Hinterland fließen. Deshalb wird bei steigendem Donauwasserspiegel diese Freivorflut abgesperrt. Um eine Überschwemmung der besiedelten Bereiche durch das Nebengewässer zu verhindern, wird dieses mit großen Schöpfwerken in die Donau gepumpt.

Für die Binnenentwässerung gibt es derzeit im gesamten Projektgebiet rund 40 Schöpfwerke, die bei einem Hochwasser der Donau in Betrieb gehen.

Im Zuge der Planungen wurden alle Schöpfwerke auf ihre Leistungsfähigkeit und ihren baulichen Zustand hin untersucht. Aus diesen Untersuchungen und den parallel durchgeführten Berechnungen zum anfallenden Binnenwasser sind für alle Schöpfwerke Neubaupläne, bauliche Maßnahmen und Optimierungsmöglichkeiten ermittelt worden. Einige Schöpfwerke müssen schon auf Grund neuer Deichtrassen neu gebaut werden, bei anderen genügen eine Sanierung und die Leistungserhöhung der Pumpen. Weiterhin werden auch Binnenentwässerungsgräben neu angelegt, verlegt und ausgebaut.