Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Geplante Maßnahmen im Hochwasserschutz

Deich Mühlau

Der Deich Mühlau erstreckt sich vom Hochrand Winzer durch die Mühlauer Schleife bis zum Hochrand Hofkirchen. Der Anschluss an den Hochrand Winzer erfolgt mit einem rücklaufenden Deich mit befahrbarer Krone ohne Deichhinterweg. Die Trasse folgt dabei dem bestehenden Unterhaltungsweg. Ab einer Deichhöhe von mehr als 2 Metern wird der bestehende Deich bis zur Sauschwemme bei Donaukilometer 2262,20 in bestehender Trasse landseitig aufgehöht. Die Aufhöhung beträgt ca. 0,9 Meter.

Ab der Sauschwemme bei Gries bis Donaukilometer 2261,00 wird der Deich in rückverlegter Trasse neu gebaut. Die Rückverlegung beträgt zwischen 50 und 70 Meter. Die Deicherhöhung beträgt über dem Niveau der heutigen Schutzanlagen ca. 0,8 bis 1,1 Meter.

Das Donauvorland ist hier derzeit nur ca. 10 Meter breit. Mit der Deichrückverlegung wird ein ca. 60 – 80 Meter breiter Vorlandstreifen geschaffen, der den Strömungsangriff bei Hochwasser (Außenkurve) reduziert und die Tragfähigkeit des Deiches erhöht. Der Bestandsdeich wird im Bereich der Deichrückverlegung abgetragen.

Von Donaukilometer 2261,0 bis 2258,0 wird der Deich zwischen 150 Metern und 600 Metern in rückverlegter Trasse neu gebaut. Der Bestandsdeich wird im Bereich der Deichrückverlegung, bis auf den Leitdeich zwischen Donaukilometer 2260,5 bis Donaukilometer 2259,9, abgetragen. Durch die hier gewählte Trassenführung verbleiben die hoch liegenden, ackerbaulich wertvollen Flächen größtenteils im Deichhinterland.

Von Donaukilometer 2258,0 bis zum Deichende und Anschluss an den Hochrand Hofkirchen bei Donaukilometer 2257,8 wird der bestehende Deich um bis zu ca. 0,5 Meter aufgehöht. Im Bereich des Schöpfwerks Mühlau erfolgt die Aufhöhung mit einer ca. 0,5 Meter hohen aufgesetzten Hochwasserschutzwand.

Leitdeich Mühlau

Von Donaukilometer 2260,1 bis zum Scheitel der Mühlauer Schleife bei Donaukilometer 2259,5 wird der Bestandsdeich lediglich teilabgetragen und verbleibt ca. auf Höhe HW10 als Leitdeich. Von Donaukilometer 2261,0 bis 2260,1 wird zwischen dem neuen rückverlegten Deich und dem verbleibenden Leitdeich als Verbindung ein ca. 400 Meter langer Leitdeich auf HW10 neu gebaut.

Auf diese Weise wird verhindert, dass bereits bei kleineren Hochwässern große Anteile des Abflusses über das Vorland abfließen und die Fließgeschwindigkeiten im Flussschlauch abnehmen. Dies würde den Geschiebedurchsatz in der Mühlauer Schleife verringern und den Unterhaltungsaufwand der Bundeswasserstraße im nautisch schwierigen Abschnitt der Mühlauer Schleife erhöhen. Beim Bemessungshochwasser HQ100 wird der Leitdeich überströmt und es steht der gesamte Abflussquerschnitt zur Verfügung.

Flutmulde Hofkirchen

Die Flutmulde Hofkirchen erstreckt sich von Donaukilometer 2256,4 bis Donaukilometer 2254,9 linksseitig der Donau. Der zusätzliche Hochwasserfließquerschnitt der Flutmulde wird durch einen Uferabtrag in der Innenkurve der Donauschleife hergestellt. Die Abtragtiefe beträgt bis zu 2,80 Meter. Die Sohle der Flutmulde liegt in der Achse der Flutmulde etwa einem halben Meter über dem Mittelwasserspiegel. Die Flutmulde ist bis zu 180 Meter breit und rund insgesamt 1.800 Meter lang. Aufgrund der Höhenlage der Sohle ist die Flutmulde bei Mittelwasser nicht mit Wasser benetzt. Als Flächen-nutzung ist für den Bereich Grünland vorgesehen.

Bei Donaukilometer 2254,90 befindet sich die Wasserungsstelle „Alte Fähre Oberschöllnach“. Diese Wasserungsstelle ist an die geänderten Höhenverhältnisse, die durch die Herstellung der Flutmulde entstehen, anzupassen. Dazu wird eine Zufahrt zur Wasserungsstelle in Dammlage ca. 1,4 Meter über der Sohle der geplanten Flutmulde hergestellt. Die Breite der Zufahrt beträgt 3,5 Meter. Im Bereich des Ufers und der vorhandenen Wasserungsstelle ist ein Wendehammer vorgesehen, um die Andienung der Wasserungsstelle von Fahrzeugen mit Trailer zu gewähr-leisten. Kann die Wasserungsstelle auf Grund eines zu hohen Donauwasserstands nicht mehr genutzt werden, besteht die Möglichkeit die Abfahrt am Hochrand der Flutmulde als alternative Wasserungsstelle zu verwenden.

Gefördert durch: die Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Der Donaudeich rund um das Schöpfwerk Mühlau wird erdbaulich verbreitert und auf das künftige Schutzniveau rund einen Meter erhöht.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz
Hier, wenige Meter westlich des Schöpfwerkes Mühlau, wird der Deich künftig deutlich weiter weg von der Donau verlaufen. Der Deich an der Donau wird abgetragen.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz
Hier verläuft der neue Donaudeich künftig quer durch die Mühlauer Schleife. Er wird etwa einen Meter höher sein als der heutige Deich vorne an der Donau.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz
Künftig wird das Vorland der Donau in der Mühlauer Schleife deutlich breiter sein als heute. Der Donau steht dadurch ein größerer Abflussquerschnitt zur Verfügung.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz