Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Geplante Maßnahmen im Hochwasserschutz

Im Zuge des Ausbaus des Hochwasserschutzes werden die derzeitig zusammenhängenden Polder Niederalteich/Hengersberg und Gundelau/Auterwörth durch den aktuell im Bau befindlichen Querdeich Gundelau, der von der Bedeichung der Hengersberger Ohe zum Donaudeich unterhalb der Hofstelle Gundlau verläuft, getrennt.

Die Deichlinie entlang der Donau, bestehend aus den Deichen Seebach von Donaukilometer 2280,8 bis 2278,7, Scheibe von Donaukilometer 2278,7 bis 2276,5 und Niederalteich-Donau von Donaukilometer 2276,5 bis 2274,2 stellt den Hochwasserschutz vor Hochwasser in der Donau dar. Die Deiche beidseitig entlang der Hengersberger Ohe, Niederalteich-Ohe-links und Niederalteich-Ohe-rechts, schützen den Ort vor rückgestautem Donauhochwasser in der Hengersberger Ohe und dem Eigenhochwasser der Hengersberger Ohe selbst.

Der Deich Gundelau wird im Polder Gundelau/Auterwörth beschrieben.

Das Rückstaugebiet nördlich der BAB A3 entlang des Augrabens bleibt unverändert erhalten. Die drei Durchlässe unter der BAB A3 werden daher gegen Einströmen des Hochwassers von Norden in den Ort Niederalteich gesichert.

Gefördert durch: die Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
In diesem Bereich verläuft der neue HW100 Deich zwischen der Autobahnbrücke von den Textilwerken kommend bis zum Anschluss an den Hochwasserschutz Deggendorf parallel mit der BAB 3.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Deich Seebach

Der Deich Seebach beginnt unterstrom der Radwegunterführung Halbmeile unter der BAB A3. Die Einfahrt der Radwegunterführung ist bereits gegen ein 100-jährliches Hochwasser gesichert.

Die Deichtrasse verläuft auf dem bestehenden Geländesprung zwischen der Donau und der Autobahn bis zur Straßenüberführung über die Autobahn. Die Aufhöhung des Geländesprungs beträgt zwischen 1,0 und 1,5 Meter. Ab der Straßenüberführung wird der Deich in rückverlegter Trasse parallel zum Autobahndamm bis zur Kiessortieranlage am Badesee (Luberweiher) neu gebaut. Der bestehende Deich am Donauufer wird abgetragen. Die Geländeaufhöhungen um den Baggersee herum werden auf Höhe HW10 ausgebaut und gesichert. Durch diese Maßnahme wird bei kleineren bis mittleren Hochwässern der Badesee nicht überströmt und somit die Wasserqualität erhalten. Bei großen Hochwasserereignissen werden die HW10-Deiche überströmt und das neue Vorland wird am Abfluss beteiligt.

Deich Scheibe

Der Deich Scheibe schließt direkt an den Deich Seebach an. Er verläuft zunächst zwischen dem Badesee und der Autobahn. Der Deich kreuzt das Altwasser Alte Donau im Bereich der bestehenden Zufahrt zur Kiessortieranlage der Raiffeisenbank Hengersberg. Die Zufahrt zur Kiessortieranlage ist über den neuen Deich sichergestellt.

Der Deich verläuft im Anschluss parallel zum Altwasser Alte Donau und weiter entlang eines Feldweges in rückverlegter Trasse bis zum Anschluss an den Donaudeich vor Niederalteich bei Donaukilometer 2276,8. Im weiteren Verlauf wird der Donaudeich um ca. 1,3 Meter aufgehöht. Der vorhandene Donaudeich im rückverlegten Bereich wird abgetragen.

Link zum Hochwasserschutzplan

Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Für weitere Informationen finden Sie hier den Plan Hochwasser­schutz für Niederalteich/Hengers­berger Ohe:
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Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Für weitere Informationen finden Sie hier den Flyer zum Hochwasser­schutz für Niederalteich/­Hengers­berger Ohe:
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Video

Video: Hochwasserschutz Niederalteich

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In diesem Bereich nördlich der Ortschaft Niederalteich zweigt der neue "Deich Scheibe" vom Donaudeich ab und verläuft in zurückverlegter Trasse bis zur Zufahrt zum Kieswerk am Luberweiher. Die Deichrückver-legung zwischen der Autobahnbrücke bei Seebach und dem nördlichen Ortseingang von Niederalteich ist Teil des nationalen Hochwasserschutzprogrammes der Bundesrepublik Deutschland.
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Deich Niederalteich-Donau

Der Deich Niederalteich-Donau wird wegen der unmittelbar anschließenden Bebauung in bestehender Trasse aufgehöht. Die Aufhöhung erfolgt im nicht besiedelten Gebiet mittels einer Deichschüttung, im Anschluss bis zum südlichen Ortsende mit einer Hochwasserschutzwand auf der bestehenden Deichkrone. Die Aufhöhung beträgt ca. 1,0 Meter. Bei der Fährüberfahrt ist der Deich aktuell noch durch eine mobile Hochwasserschutzwand unterbrochen. Diese wird im Zuge der Bauarbeiten abgebrochen und durch ein neues Hochwasserschutztor ersetzt. Unterhalb der Ortschaft Niederalteich erfolgt die erforderliche Deichaufhöhung wieder mit einer Deichschüttung. Der Anschluss an die bestehende Innendichtung erfolgt mit einem Lehmkeil. Im Bereich der Kläranlage Niederalteich wird die Deichaufhöhung mit einer Hochwasserschutzwand ausgeführt.

Der Donaudeich wird im beengten Ortsbereich von Niederalteich - so auch an Fährzufahrt - mit einer aufgesetzten Betonmauer um rund einen Meter erhöht.
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Deich Niederalteich-Ohe-rechts

Der Deich Niederalteich-Ohe-rechts bildet den Rückstaudeich der Hengersberger Ohe und schützt vor rückgestautem Donauhochwasser und Eigenhochwasser der Ohe. Die bestehenden Deiche oberstrom der Autobahnbrücke werden durch die Einmündung des Augrabens in die Hengerberger Ohe durchschnitten und haben nur eine Leitfunktion. Bei Hochwasser werden diese Deiche beidseitig eingestaut. Die Deiche bleiben unverändert.

Der auszubauende Deich Niederalteich-Ohe-rechts beginnt am Straßendamm der BAB A3. Der Deich wird zwischen der Autobahn und dem Ortsbereich in rückverlegter Trasse neu errichtet. Der vorhandene Deich wird abgetragen.

Im Ortsbereich bis zur Kreisstraßenbrücke der DEG 42 erfolgt die Deicherhöhung um ca. 0,8 Meter mit einer Hochwasserschutzwand. Im weiteren Verlauf bis oberstrom des Schöpfwerks Niederalteich wird die Ortsstraße auf der neuen Deichkrone des landseits aufgehöhten Deiches geführt. Ab dem Schöpfwerk Niederalteich bis zum Ortsende kann die Aufhöhung des Deichs wegen der beengten Platzverhältnisse nur mit einer Hochwasserschutzwand erfolgen.

Ab dem Ortsende bis zum Anschluss an den Deich Gundelau des Polders Gundelau/Auterwörth wird der Deich in rückverlegter Trasse neu errichtet. Der Deich wird je nach Höhe über Gelände mit befahrbarer Krone oder mit Deichhinterweg ausgeführt. Der vorhandene Deich wird abgetragen.

Deich Niederalteich-Ohe-links

Der vorhandene Deich Niederalteich-Ohe-links wird zwischen dem Hengersberger Wehr und der Bahnlinie wegen der beengten Platzverhältnisse mit einer Hochwasserschutzwand auf der vorhandenen Deichkrone um ca. 0,8 Meter aufgehöht. Der Bahndamm ist hochwasserfrei. Im weiteren Verlauf erfolgt die Aufhöhung mit einer Deichschüttung. Die zusätzliche Deichhöhe beträgt in diesem Abschnitt ca. 0,9 Meter.

Im Bereich des Gewerbegebiets Kainzacker bis zur Kreisstraße DEG 42 wird der Deich wegen der beengten Platzverhältnisse mit einer Hochwasserschutzwand um ca. 0,9 Meter aufgehöht.

Zwischen der Kreisstraße und dem Kapellenweg in Altenufer wird der Bestandsdeich zwischen 0,6 und 0,8 Meter mit einer Deichschüttung aufgehöht.

Die vorhandene Deichüberfahrt am Kapellenweg liegt mit geringem Freibord über dem Bemessungswasserstand.

Der vorhandene Hochrand entlang des Kapellenwegs bis zur Staatsstraße St 2125 wird mit einer geringen Aufhöhung auf einen Freibord von 0,5 Meter ausgebaut.