Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Geplante Maßnahmen im Hochwasserschutz

Deich Alte Kinsach

Der Anschluss an die bestehenden Hochwasserschutzanlagen im Ortsbereich Reibersdorf erfolgt durch eine ca. 1,2 m hohe Hochwasserschutzwand auf dem bestehenden Deich.

Unterhalb von Reibersdorf wird der bestehende Donaudeich Alte Kinsach bis zum Anschluss an den rücklaufenden Querdeich Lenach beim bestehenden Schöpfwerk Alte Kinsach in der bestehenden Trasse landseitig aufgehöht und mit einer Innendichtung verstärkt. Der bestehende Deichhinterweg bleibt in rückverlegter Lage weiterhin erhalten.

Im Bereich des neuen Schöpfwerkes Alte Kinsach und des bestehenden Schöpfwerkes Alte Kinsach (bleibt als Baudenkmal erhalten) wird der Hochwasserschutz in der bestehenden Trasse zum größten Teil mit einer aufgesetzten Hochwasserschutzwand ausgebaut. Die Höhe der Wand beträgt ca. 1,0 bis 1,5 m über der Deichkrone.

Der Donaudeich zwischen Reibersdorf und dem Schöpfwerk alte Kinsach wird erdbaulich um rund einen Meter erhöht.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Deich Bräufeld

Der bestehende Donaudeich unterstrom des bestehenden Schöpfwerks Alte Kinsach, bezeichnet als Deich Bräufeld, wird auf ca. 350 Metern in der bestehenden Trasse landseitig aufgehöht und mit einer Innendichtung verstärkt. In diesem Abschnitt schließt der neue Rücklaufdeich Lenach an.

Der östliche Deichabschnitt unterstrom der geplanten Auslaufstrecke bis zum Anschluss an den Eisenbahndamm bleibt in jetziger Form erhalten und wird nicht aufgehöht. Bei Polderüberflutungen wird diese Deichstrecke überschwemmt. Um eine ausreichende Standsicherheit dieses Deichabschnittes bei Hochwasserereignissen und damit die planmäßige Aktivierung des Hochwasserrückhalteraums zu gewährleisten, wird der Deich derzeit im Rahmen des Sofortprogrammes nach dem Hochwasser 2013 mit einer Innendichtung verstärkt.

Deich Lenach (Querdeich)

Der neu zu bauende Deich Lenach schließt als Querdeich im Süden an den Deich Alte Kinsach und im Norden an den Deich Kinsach an. Für die Deichverteidigung ist ein Deichhinterweg vorgesehen. Der Deich wird mit einer Innendichtung versehen.

Die Deichtrasse kreuzt die Staatsstraße 2125. Die Kreuzung der Staatsstraße wird mit einem neuen Hochwasserschutztor ausgestattet, damit im Falle einer Aktivierung des Rückhalteraumes die Gebiete westlich des Deiches Lenach geschützt werden können. Solange der Rückhalteraum nicht aktiviert wird, bleibt das Tor durchgehend geöffnet.

Der Donaudeich zwischen dem Rücklaufdeich „Deich Lenach“ und Bogen bleibt auf dem bisherigen Niveau bestehen.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Deich Kinsach

Der bestehende rechtsseitige Rückstaudeich entlang des Moosbachableiters und des Kinsachableiters wird von der Bundesstraße B 20 bis zum Anschluss an den Querdeich Lenach als Deich Kinsach bezeichnet.

Der bestehende Deich Kinsach wird bis ca. 200 m östlich vom Scheftenhof aufgehöht. Aufgrund der beengten Verhältnisse erfolgt der Hochwasserschutz im Bereich der Siedlungen Scheftenhof und Stockmühle mit einer Hochwasserschutzwand auf der bestehenden Deichkrone. Die Höhe der Wand beträgt hier ca. 1,2 m.

Entlang des Moosbachableiters bis zur Bundesstraße B 20 wird zunächst der bei Stockmühle in Nord-Süd-Richtung verlaufende Wall zu einem Hochwasserschutzdeich ausgebaut und die dann verbleibende Lücke im Hochwasserschutzsystem zwischen dem Deich und dem Straßendamm der B 20 in Form einer großflächigen Geländeaufhöhung geschlossen.

Deich Kinsach-Rückhalteraum

Der bestehende rechte Rückstaudeich des Kinsachableiters wird von der Einmündung in den Bogener Altarm bis zum Anschluss des Querdeichs Lenach als Deich Kinsach-Rückhalteraum bezeichnet. Der Deich wird nicht aufgehöht. Er wird jedoch mit einer Innendichtung verstärkt.

Brückenerweiterung B20

Bei Do-km 2317,0 quert die B20 die Donau. Der Straßendamm am nördlichen Donauufer führt zu einer Einschnürung des Hochwasserabflussquerschnittes, was negative Auswirkungen auf die Hochwasserspiegellagen in diesem Bereich hat. Deshalb ist es erforderlich, diese Engstelle zu beseitigen. Es ist geplant, den Straßendamm abzubrechen und durch eine Brücke zu ersetzen.

Der Straßendamm der B 20 wird in Form von Brückenelementen aufgeweitet, damit das Hochwasser auf voller Breite abfließen kann.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Hochwasserrückhalteraum Parkstetten/Reibersdorf

Die Flächen des Polders Parkstetten/Reibersdorf östlich des Querdeiches Lenach bleiben als Hochwasserrückhalteraum erhalten. Dieser Polderteil ist weitgehend unbesiedelt und weist eine geringe Geländehöhe und eine große Breite mit einem entsprechend großen Füllvolumen auf. Im Polder befinden sich die Wasserversorgungsbrunnen der Stadt Bogen, Sportanlagen, eine Kleingartenanlage und ein Wohnhaus.

Die Überschwemmung des bestehenden Rückhalteraumes erfolgt wie bisher bei Hochwasserereignissen der Donau ab etwa HQ50. Die Überströmungshäufigkeit bleibt damit unverändert. Die landwirtschaftlichen Nutzungsbedingungen bleiben ebenfalls unverändert. Die Überschwemmung des Polders erfolgt künftig vom unterstromigen Ende aus über eine fest eingebaute, etwa 100 m lange Überlaufstrecke im Deich oberhalb des bestehenden Schöpfwerkes Bogen-Land (Do-km 2311,6). Damit füllt sich der Rückhalteraum kontrolliert langsam von unten, Strömungsschäden im Rückhalteraum werden damit minimiert und der maximale Wasserspiegel begrenzt. Die Überlaufstrecke wird entsprechend befestigt ausgebildet. Bei ansteigendem Wasserstand erodiert der obere Deichbereich und gibt eine definierte Deichschartenöffnung frei.

Das Rückhaltevolumen im Polder beträgt bei HW100-Wasserstand etwa 11,8 Mio. m³. Die Entleerung des Polders erfolgt an zwei Ausleitungsstellen durch gezielte Deichöffnungen durch Baggerschurf bei zurückgehendem Hochwasser.

Blick in das bisherige Überschwemmungsgebiet im Polder Parkstetten-Reibersdorf, das auch künftig als Retentionsfläche erhalten bleiben wird.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz
Gefördert durch: die Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

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Die Karte zeigt alle geplanten Maßnahmen im Polder Parkstetten-Reibersdorf inklusive der Planände­rungen parzellenscharf.
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Erläuterungen zu den eingebrachten Planände­rungen im Polder Park­stetten/Reibersdorf
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