Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Geplante Maßnahmen im Hochwasserschutz

Die Siedlungen im Polder liegen entlang des donaunahen Hochrandes. Landseits des Hochrandes sind tief liegende unbesiedelte Polderbereiche vorhanden. Die wesentliche Grundlage des Hochwasserschutzkonzeptes ist es, die Siedlungen mit Schutzgrad HQ100 zu sichern und die tief liegenden Polderflächen als Überschwemmungsflächen für den Hochwasserrückhalt zu erhalten.

Deich Sand

In Ortsteil Sand/Hafen zwischen Do-km 2312,0 und 2312,3 wird die vorhandene Hochwasserschutzwand abgerissen und durch eine neue Hochwasserschutzwand ersetzt. Eine Erhöhung der bestehenden Wand ist aus statischen Gründen nicht möglich. Die neue Wandtrasse wird in rückversetzter Lage am Rand der vorhandenen Hochuferkante hergestellt.

Der vorhandene Deichbalkenverschluss bei Do-km 2312,2 bleibt erhalten. Die mobile Hochwasserschutzwand wird neu gestaltet.

Der Anschluss an das Hafengelände oberstrom der Hochwasserschutzwand ist mit einem neuen Deich mit einer Höhe von ca. 1,5 Meter vorgesehen. Unterstrom der Hochwasserschutzwand wird der bestehende Deich bis zur Eisenbahnbrücke (Bahnlinie Straubing-Bogen) landseitig um ca. 1,2 Meter aufgehöht.

Deich Sand-Asham

Um den HQ100-Schutz für die westlich der bestehenden Kreisstraße SR 12 alt gelegenen Siedlungen einschließlich der bestehenden Bahnlinie bei einer Aktivierung des Hochwasserrückhalteraumes Sand-Irlbach (Beschreibung siehe unten) sicherzustellen, wird ein neuer Deich Sand-Asham erforderlich. Der neue Deich beginnt an der Eisenbahnbrücke, verläuft einige Meter parallel zur Bahnlinie, kreuzt die Kreisstraßen SR 12 alt und danach SR 12 neu und schließt an die Hochterrasse der Ortschaft Asham an. Der Deich übernimmt bis zur Kreuzung mit der Kreisstraße SR 12 alt die Funktion eines Hauptdeichs mit Ausbauziel HQ100, im weiteren Verlauf gewährleistet er den Schutz als Binnendeich mit Ausbauziel auf Schutzgrad HQ100.

Die Deichtrasse verläuft auf dem vorhandenen hoch liegenden Geländerücken und weist damit relativ niedrige Ausbauhöhen auf. Der Deichverteidigungsweg verläuft auf der Deichkrone. Bei den Kreuzungen des Deiches mit den Kreisstraßen SR 12 alt und SR 12 neu sind Deichbalkenverschlüsse vorgesehen.

Deiche Hermannsdorf-Ainbrach

Der neu zu bauende Binnendeich Hermannsdorf-Ainbrach (verläuft süd-westlich der Ortschaften Hermannsdorf und Ainbrach) bildet zusammen mit den nördlich der Kreisstraße SR 12 alt verlaufenden Donaudeichen (bereits abgeschlossene vorgezogene Hochwasserschutzmaßnahmen Hermannsdorf sowie Hermannsdorf/Ainbrach - beide an der Donau gelegen) eine Ringbedeichung um die Ortschaften Hermannsdorf und Ainbrach. Das neue Deichsystem schützt sowohl die beiden Siedlungen als auch die vorhandenen Ortsverbindungsstraßen gegen Hochwasser bei einer Aktivierung des Hochwasserrückhalteraumes Sand-Irlbach. Der Binnendeich weist je nach Geländeverlauf Höhen von 1,50 Metern bis 4,00 Metern über der Geländeoberkante auf.

Der Deich zwischen Hermannsdorf und Ainbrach wird derzeit im Zuge einer vorgezogenen Hochwasserschutzmaßnahme erdbaulich um rund einen Meter erhöht.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Donaudeich Ainbrach – Sophienhof – Entau

Neubau des Donaudeichs zwischen Ainbrach und Sophienhof.
Der Hochrand entlang der Kreisstraße SR 12 alt wird durch einen Deichneubau lokal bis ca. 2 Meter aufgehöht. Die SR 12 alt wird dabei binnenseitig verschoben und aufgehöht. Die SR 12 alt erfüllt künftig in diesem Bereich zwei Funktionen. Zum einen bildet sie den Deichhinterweg, zum anderen sichert sie einen hochwasserfreien Anschluss der Ortschaften Entau und Sophienhof an das Verkehrsnetz im Falle der Polderüberflutung.

Neubau der Donaudeiche in rückverlegter Trasse entlang Sophienhof:

Der bestehende Deichabschnitt zwischen der Kreisstraße SR 12 alt und dem Schöpfwerk Entau wird nach Süden zurückverlegt. Die Donaustrecke stellt hier eine Engstelle dar, die Abflussbreite bei Entau beträgt bei Hochwasser nur etwa 400 Meter. Die neue Deichkrone liegt um ca. 1,2 Meter über der Höhe des bestehenden Deiches. Der bestehende Donaudeich wird abgetragen.

Aufhöhung des bestehenden Donaudeiches am östlichen Rand von Entau:

Zwischen dem Schöpfwerk Entau und dem Spitalgraben wird der bestehende Donaudeich landseitig um 1,1 Meter aufgehöht. Der Ausbau dieses Deichabschnittes bewirkt die Verschiebung der am Deichfuß verlaufenden Kreisstraße SR 12 alt. Am Ende des betroffenen Deichabschnittes im Bereich des geplanten Deichbalkenverschlusses (Anschluss des Deiches Entau) wird die SR 12 alt aufgehöht und in einer Deichscharte über den Deich Entau geführt. Die Deichscharte kann mit einem Deichbalkenverschluss geschlossen werden.

Binnendeich Sophienhof – Entau

Dieser Deich bildet den binnenseitigen Schutz der Ortschaften Sophienhof und Entau im Fall der Polderüberflutung. Der Deich wird komplett neu errichtet. Die durchschnittliche Deichhöhe beträgt ca. 3,0 Meter über Gelände.
Die Kreisstraße SR 12 alt im Bereich der Anschlussstelle östlich des Spitalgrabens wird im Bereich der Deichscharte durch einen mobilen Verschluss gesichert. In der Deichscharte des westlichen Deichanschlusses ist aufgrund der geplanten Straßenaufhöhung bei der SR 12 alt kein Verschluss notwendig.

Hochwasserrückhalteraum Sand-Irlbach

Die tief liegenden Überschwemmungsflächen zwischen Sand und Irlbach bleiben als Hochwasserrückhalteräume erhalten. Die Aktivierung dieses Rückhalteraumes erfolgt wie bisher bei Hochwasserereignissen der Donau ab etwa HQ50 über eine neu zu errichtende rund 60 Meter lange Überlaufstrecke mit einem aufgesetzten erodierbaren Deich. Die SR 12 alt zwischen Sand und Hermannsdorf wird erhöht und ist künftig auch bis HW 100 sowie bei einer Aktivierung des Hochwasserrückhalteraumes befahrbar. Sie wird künftig über ein Brückenbauwerk über die erodierbare Schwelle geführt. 

Die Überschwemmungshäufigkeit bleibt damit unverändert. Die landwirtschaftlichen Nutzungsbedingungen bleiben ebenfalls unverändert. Die Entleerung des Polders erfolgt wie bisher über die Überlaufstellen, sobald die Donauwasserstände sinken. Die Niederungen im Polder werden mit den vorhandenen Binnenentwässerungseinrichtungen entwässert.

Der Deich im Bereich zwischen dem unteren Ortsende von Entau und Irlbach bleibt wie bisher bestehen und dient als Überlaufstrecke für das erhaltene Überschwemmungsgebiet im Polder Sand-Entau.
Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz
Gefördert durch: die Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Downloads

Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Die Karte zeigt alle geplanten Maßnahmen im Polder Sand-Entau inklusive der Planänderungen parzellenscharf
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Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Erläuterungen zu den eingebrachten Planänderungen im Polder Sand/Entau
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Link zum Hochwasserschutzplan

Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Für weitere Informationen finden Sie hier den Plan Hochwasserschutz für Hermannsdorf-Ainbrach:
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