Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

Geplante Maßnahmen im Hochwasserschutz

Die Planungen sehen vor, die Hochwasserdeiche und den bestehenden Schutzgrad im Polder Isarmünd unverändert zu belassen. Zum Schutz des Polders Thundorf/Aicha vor Isar- und Donauhochwasser ist vorgesehen, entlang des Stögermühlbachdeiches einen Flankenschutz-deich auf HW100 + 1,0 Meter Freibord herzustellen. Diese Maßnahme befindet sich derzeit im Bau und wird federführend vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf durchgeführt. Die Deichlinie entlang der Donau, bestehend aus dem Deich Staatshaufen, dem Deich Thundorf und dem Deich Aicha, stellt den Schutz vor Hochwasser in der Donau dar.

Gefördert durch: die Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Deich Stögermühlbach

Der Schlüssel für die Planungen zum Schutz der Siedlungsflächen vor einem 100-jährlichen Hochwasser war die Bereitschaft der Einwohner der Ortschaft Isarmünd ihre Anwesen an den Freistaat Bayern zu verkaufen und umzusiedeln. Damit kann der Polder Isarmünd als Hochwas-serrückhalteraumerhalten werden und verbleibt auch künftig im amtlich festgesetzten Über-schwemmungsgebiet. Als künftiger Hauptdeich wird deshalb der linke Stögermühlbachdeich beginnend beim Isardeich bei Maxmühle bis zum Donaudeich beim Naturschutzgebiet „Staats-haufen“ zur Mühlbachstraße auf teilweise neuer Linienführung auf ein 100-jährliches Hochwas-serereignis (HQ100) ausgebaut. Der neue Deich ist über fünf Kilometer lang und wird nur eingestaut, wenn die Hochwasserrückhalteräume Isarmünd und Forstern bei einem etwa 30-jährlichen Hochwasser überflutet werden. Mit zur Maßnahme gehören auch der Bau mehrerer Sielbauwerke sowie der Bau zweier Schöpfwerke. Der Hochwasserschutzdeich wird überwieg-end in Erdbauweise realisiert. Aufgesetzte Hochwasserschutzwände und mobile Verschlüsse werden nur im Ausnahmefall bei beengten Verhältnissen verwendet. Die Maßnahme wird als vorgezogene Maßnahme ab Frühsommer 2018 realisiert.

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Bild: Maßnahmen Hochwasserschutz

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Deich Staatshaufen

Der bestehende Deich wird in bestehender Trasse landseitig um ca. 1,2 Meter aufgehöht. Der Anschluss an die bestehende Innendichtung erfolgt mit einem Lehmkeil.

Deich Thundorf

Im Ortsbereich Thundorf wird der bestehende Deich auf Grund der beengten Platzverhältnisse zwischen Donaukilometer 2275,4 und 2275,9 mit einer Hochwasserschutzwand um ca. 1,2 Meter. In den Anschlussbereichen oberstrom und unterstrom der Hochwasserschutzwand wird der Deich in bestehender Trasse landseitig um ca. 1,2 Meter aufgehöht. Bei der Deichüberfahrt zur Fährstelle ist eine neue mobile Hochwasserschutzwand vorgesehen.

Deich Aicha

Im Bereich zwischen Thundorf und Aicha wird der Deich in rückverlegter Trasse neu gebaut. Die Rückverlegung beträgt bis zu 450 Meter. Der rückverlegte Deich kann im oberstromigen Abschnitt zwischen Thundorf und Donaukilometer 2273,5 auf einem Geländerücken angelegt werden. Die Deichhöhen werden damit deutlich reduziert und die Deichsicherheit erhöht. Im unterstromigen, tiefer liegenden Abschnitt zwischen Donaukilometer 2273,5 und Aicha verläuft der Deich parallel zur Kreisstraße DEG 21.

Der Bestandsdeich wird im Bereich der Deichrückverlegung abgetragen. Bei Donaukilometer 2271,7 trifft der neue Deich wieder auf den Bestandsdeich. Der bestehende Deich wird bis Donaukilometer 2271,4 in bestehender Trasse landseitig um ca. 1,1 Meter aufgehöht.

Im Ortsbereich Aicha wird der bestehende Deich auf Grund der beengten Platzverhältnisse zwischen Donaukilometer 2271,4 und 2271,1 mit einer Hochwasserschutzwand um ca.
1,1 Meter aufgehöht. Bei der Deichüberfahrt am Schöpfwerk Aicha ist eine neue mobile Hochwasserschutzwand vorgesehen.

Zwischen Aicha und Haardorf wird der Deich in rückverlegter Trasse neu gebaut. Diese Deich-rückverlegung ist in erster Linie aus wasserwirtschaftlichen Gründen zur Erhöhung der Deich-sicherheit bei Hochwasser erforderlich. Im Bestand geht hier die Deichböschung direkt in die Uferböschung der Donau über. Mit der kleinen Deichrückverlegung wird ein ca. 40 – 50 Meter breiter Vorlandstreifen geschaffen, welcher den Strömungsangriff bei Hochwasser (Außenkurve) reduziert, die Tragfähigkeit des Deiches erhöht und die Unterhaltung/Kontrolle der wasser-seitigen Deichböschung erleichtert. Der Bestandsdeich wird im Bereich der Deichrückverlegung abgetragen.
           

Hochwasserschutzdeich Haardorf

Bereich Haardorf ist ein eigener kleiner Polder, der abgegrenzt vom Polder Thundorf/Aicha betrachtet und beplant wird.Der Polderbereich wird von zwei parallelen Hochrändern links und rechts des Haardorfer Mühlbaches begrenzt. Bei großen Hochwasserereignissen der Donau wird der Haardorfer Mühlbach von der Donau rückgestaut. Die Wohngebäude der Ortschaft Haardorf bzw. Mühlham entlang des Haardorfer Mühlbaches befinden sich im Wesentlichen auf den beiden Hochrändern. Einige Wohngebäude liegen unter dem HW100-Wasserstand.

Für den Schutz der Ortschaft Haardorf ist ein neuer Hochwasserdeich an der Donau mit neuem Siel und neuem Schöpfwerk, das erst bei großen Hochwasserereignissen den Pumpbetrieb aufnimmt, geplant.

Die beiden parallelen Hochränder links und rechts des Haardorfer Mühlbaches werden dabei mit einem 150 Meter langen Deich verbunden. Von Donaukilometer 2270,50 bis 2270,44 wird im Bereich des Hochrands Haardorf der Hochwasserschutz des Vorhabens Hochwasserschutz Ortsbereiche Thundorf und Aicha fortgeführt. Auf Grund der vorhandenen Bebauung wird der Hochwasserschutzdeich mit aufgesetzter Hochwasserschutzwand mit Innendichtung und asphaltierter Deichkrone ausgebildet. Die Deichkrone dient als Zufahrt zum Schöpfwerk Haardorf. In der Fortführung des Deichs von Donaukilometer 2270,44 bis 2270,47 wird der Hochwasserschutzdeich mit Innendichtung und asphaltierter Deichkrone und asphaltiertem Deichhinterweg ausgebildet. Die Deichkrone und der Deichhinterweg dienen als Zufahrt zum Schöpfwerk Haardorf. Der Deichinterweg wird zudem zur Deichverteidigung genutzt. Im An-schluss an den Deich schließt das Schöpfwerk Haardorf mit den zugehörigen Verkehrsflächen an und erstreckt sich bis zum Hochrand Mühlham.

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Der Deich zwischen Mühlham und Aicha wird in leicht rückverlegter Trasse neu gebaut.
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Der neue Donaudeich wird künftig fast bis an die Kreisstraße DEG 21 heranreichen.
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Hier – kurz vor den Tennisplätzen in Thundorf – trifft der rückverlegte Deich wieder auf den Donaudeich, der im Ortsbereich Thundorf mit einer rund 1,2 Meter hohen Betonwand erhöht wird.
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Im Ortsbereich Thundorf wird – wie hier vor dem Schöpfwerk Thundorf – eine 1,2 Meter hohe Betonmauer auf den Deich aufgesetzt.
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