Bild: Baubeginn zum nächsten Abschnitt beim Hochwasserschutz Niederalteich

Hochwasserschutz Niederalteich: Nächster Bauabschnitt startet

Mitte Mai 2020 beginnen die Arbeiten am nächsten Bauabschnitt zum Hochwasserschutz Niederalteich. Dieser Abschnitt zieht sich zwischen der BAB 3 und der Gundelauer Straße entlang des rechten Ufers der Hengersberger Ohe und umfasst dazu den Umbau des bestehenden Schöpfwerkes Niederalteich I sowie einige Durchlässe und Durchfahrten unter der BAB 3. Im Bereich der Gundelauer Straße schließen die Arbeiten am Ortsende von Niederalteich direkt an den bereits fertiggestellten rechten Deich der Hengersberger Ohe an.

Kernstück des jetzt beginnenden Bauabschnittes ist der Ausbau des rechten Deichs der Hengersberger Ohe. Dieser schützt Niederalteich vor einem Donauhochwasser, das über die Hengersberger Ohe zurückstaut, sowie vor einem Eigenhochwasser der Ohe selbst. Der Deich wird dort wo räumlich möglich, erdbaulich um rund einen Meter erhöht bzw. in Teilen sogar leicht zurückverlegt. Im Ortsbereich von Niederalteich wird die Erhöhung durch eine auf den bestehenden Deich aufgesetzte Hochwasserschutzmauer erreicht. Dazu ist in diesem Abschnitt auch die Errichtung bzw. der Neubau mehrerer Sielbauwerke erforderlich. Der gesamte Ohedammweg und der untere Abschnitt der Lichtenwöhrter Straße sind während der Bauzeit zeitweise nicht benutzbar. Weiterhin erfolgt im Zuge der Arbeiten auch die Sicherung einer Durchfahrt sowie eines bestehenden Siels unter der BAB 3, um ein Einströmen des Hochwassers der Hengersberger Ohe von Norden her zu verhindern. 

Die Binnenentwässerung wird entsprechend angepasst. So wird das unter Denkmalschutz stehende Schöpfwerk Niederalteich 1 im Bestand saniert. Die Pumpleistung bleibt unverändert (1.300 Liter pro Sekunde). Das Schöpfwerk Niederalteich 1 wird künftig durch das bereits im Bau befindliche Schöpfwerk Niederalteich 2 (1.000 Liter pro Sekunde) direkt an der Donau unterstützt.

Bauherren für den Hochwasserschutz Niederalteich sind die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Bayern, gemeinsam vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf. Entwurf und Abwicklung der Baumaßnahme erfolgen durch die RMD Wasserstraßen GmbH.