Bild: Spatenstich für den Wasserstraßenausbau - Arbeiten in der Bundeswasserstraße Donau beginnen

Spatenstich für den Wasserstraßenausbau - Arbeiten in der Bundeswasserstraße Donau beginnen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, die Bayrische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Kerstin Schreyer und Straubings Landrat Josef Laumer geben im Reibersdorfer Vorland den Startschuss für die Bauarbeiten zwischen der Schleuse Straubing und der Eisenbahnbrücke Bogen

Der Ausbau der Wasserstraße Donau in Niederbayern kann beginnen! Im Reibersdorfer Vorland ist dazu heute direkt am Donauufer bei Reibersdorf der offizielle Spatenstich erfolgt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, die Bayrische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Kerstin Schreyer, und Straubings Landrat Josef Laumer haben heute den Startschuss für die Arbeiten im ersten rund 10 Kilometer langen Bauabschnitt gegeben. Dieser erstreckt sich von der Schleuse Straubing bis zur Eisenbahnbrücke Bogen kurz unterhalb der Einfahrt zum Hafen Straubing-Sand.

Bundesminister Andreas Scheuer:

"Kein anderer Fluss der Welt verbindet so viele Länder wie die Donau. Das macht sie zu einem natürlichen Verkehrsträger mit enormem Potenzial - für die Wirtschaft aber eben auch für den Klimaschutz durch die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße, in diesem Fall der A3, auf das Wasser und die Schiene. Damit dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden kann, startet heute der Donauausbau, der wirtschaftliche Interessen mit Natur- und Hochwasserschutz in Einklang bringt. Der Planfeststellungsbeschluss ohne ein einziges Gerichtsurteil zeigt: die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bekommen ist möglich. Davon brauchen wir mehr!"

Staatsministerin Kerstin Schreyer:

„Ich freue mich sehr, dass wir jetzt mit dem Ausbau der Donau-Wasserstraße loslegen können, nachdem im vergangenen Jahr bereits der große Spatenstich im Polder Sulzbach erfolgt ist. Der erste Bauabschnitt, an dem wir uns heute befinden, ist etwas ganz Besonderes: Durch die Verbesserung der Abladetiefe um 65 Zentimeter werden hier vergleichbare Verhältnisse mit der Wasserstraße oberhalb von Straubing erreicht und damit eine hervorragende Anbindung für den Hafen Straubing-Sand bis hin zu den Westhäfen der Nordsee geschaffen.“

Während im gesamten Abschnitt Straubing – Vilshofen die Abladetiefe für die Schifffahrt durchgehend um 20 Zentimeter erhöht wird, erfolgt im Bauabschnitt 1 durch die Kombination aus Flussbaggerungen und Regelungsbauwerken sogar eine Vergrößerung der Abladetiefe um 65 Zentimetern. Hierdurch wird in diesem Abschnitt die für die Schifffahrt so wichtige Abladetiefe von 2,50 statt an durchschnittlich 144 Tagen künftig an 300 Tagen im Jahr erreicht. Die Westanbindung des Hafens Straubing-Sand in Richtung Main, Rhein bis zur Nordsee wird durch diesen Ausbau deutlich verbessert.

Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt haben ein Investitionsvolumen von rund 38 Millionen Euro, die in etwa je zur Hälfte auf den technischen Wasserstraßenausbau sowie auf ökologische Ausgleichsmaßnahmen, wie unter anderem das große zwei Kilometer lange Auefließgewässer, entfallen. Die Arbeiten werden sowohl in der Donau mit Schiffen und Pontons als auch vom Ufer aus durchgeführt. Die Bauzeit ist mit etwa 1,5 Jahren bis Frühjahr 2023 veranschlagt. Anschließend erfolgt ab 2023 der Ausbau des zweiten Bauabschnitts zwischen der Schwarzachmündung und Deggendorf.

Der Donauausbau in Niederbayern (Straubing bis Vilshofen) umfasst den Ausbau der Bundeswasserstraße Donau auf insgesamt 70 Kilometern Länge sowie den Ausbau der Hochwasserschutzanlagen an der Donau. Er ist mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,43 Milliarden Euro eines der größten wasserbaulichen Projekte in Deutschland. Der erste Teilabschnitt zwischen Straubing und Deggendorf wurde kurz vor Weihnachten 2019 planfestgestellt. Die Arbeiten im Hochwasserschutz laufen hier seit Juli 2020. Für den zweiten Teilabschnitt zwischen Deggendorf und Vilshofen läuft aktuell das Planfeststellungsverfahren. Hier finden in diesen Tagen die letzten Erörterungstermine statt.

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