Fachbegriffslexikon

Buchstabe F

 

Fahrdynamik

Fachdisziplin, die sich mit den Bewegungen des Schiffes im Fahrwasser und den zugehörigen Auswirkungen beschäftigt.

Fahrdynamische Fahrwasserbegrenzung

Begrenzung des von der Schifffahrt aus fahrdynamischen Gründen (z. B. Sicherheitsabstand zu Regelungsbauwerken) nutzbaren Fahrwassers.

Fahrrinne

Teil des Fahrwassers, in dem für den Schiffsverkehr bestimmte Breiten und Tiefen (s. a. Fahrrinnenbreite, Fahrrinnentiefe, Solltiefe) im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren hergestellt und unterhalten werden.

Quelle: in Anlehnung an DIN 4054 s. a. BinSchStrO § 1.01, Nr.33

Fahrrinnenkasten

Durch Fahrrinnenbreite und Fahrrinnentiefe aufgespanntes Rechteck im Querprofil eines Flusses. s. a. Fahrrinne

Grafik zum Fahrrinnenkasten
Schaubild: Fahrrinnenkasten

Fahrrinnentiefe

Die Fahrrinnentiefe entspricht der Solltiefe der Fahrrinne unter dem Bezugswasserspiegel.

Einheit: m

Grafik zur Fahrrinnentiefe
Grafik: Fahrrinnentiefe

Fahrspur

Von Driftwinkel, Schiffsbreite und -länge bestimmtes Verkehrsband im Fahrwasser (ohne Sicherheitsabstand).

Quelle: DIN 4054

Fahrwasser

Teil einer Wasserstraße, der je nach den örtlichen Umständen vom durchgehenden Schiffsverkehr benutzt wird.
Der beim jeweiligen Wasserstand für die Schifffahrt benutzbare und durch Fahrwasserzeichen bezeichnete Teil der Wasserstraße.

Quelle: BinSchStrO, §1.01, Nr.32 DonauSchPV, §1.01, Nr.29 s. a. DIN 4054

Feststoffe

Feste Stoffe ausschließlich Eis, die im Wasser fortbewegt werden.

Quelle: DIN 4049-3, s. a. DIN 4044

Feststofffracht

Masse der Feststoffe, die in einem bestimmten Zeitabschnitt (z. B. ein Jahr) durch den gesamten Gewässerquerschnitt transportiert wird.

Einheit: t
Quelle: DIN 4049-3 s.a. DIN 4044

Feststofftransport

Masse der Feststoffe, die pro Zeiteinheit durch den gesamten Gewässerquerschnitt transportiert wird.

Einheit: kg/s, kg/h, t/h, t/d, t/a
Quelle: DIN 4049-3

Feststofftransportmodell

Physikalisches oder mathematisches (i. d. R. hydrodynamisch-numerisches) Modell zur Beschreibung des Feststofftransports (Schwebstoffe, Geschiebe) und der damit einhergehenden morphologischen (flussmorphologischen) Veränderungen.

Feststofftrieb

Masse der Feststoffe, die pro Zeiteinheit durch einen Querschnittsstreifen von 1 m Breite treibt.

Einheit: kg/sm
Quelle: DIN 4049-3 s.a. DIN 4044

Filterstabilität

Durch definierte, abgestufte Kornverteilung unterbundener Materialtransport bei Wasserdurchtritt in Boden- und Grobkornschichten.

Quelle: nach DIN 4048-1

Flottwasser bzw. Mindestflottwasser

Unterschied zwischen Wassertiefe und Tauchtiefe bzw. zwischen Wassertiefe und max. Tauchtiefe.

Einheit: m
Quelle: DIN 4054, Nr. 2.4.7

Flussregelung

Wasserbauliche Maßnahmen zur Beeinflussung der Wasserstands- und Strömungsverhältnisse in einem Fluss ohne Staustützung. An Wasserstraßen mit dem Ziel, die Schiffbarkeit zu verbessern. s. a. Gewässerregelung, Stauregelung.
Maßnahmen sind z. B. Buhnen, Parallelwerke, Geschiebebewirtschaftung.

Quelle: nach DIN 4054

Flussregime

Zustand eines Flusses hinsichtlich seiner Abfluss- und Feststofftransportverhältnisse sowie der daraus resultierenden morphologischen Gestalt.